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Insel Rügen - Deutschlands größte Insel

"Der Schwanenstein" -  Geschützte Findlinge auf der Insel Rügen     

 

Schwanenstein bei Lohme / Halbinsel Jasmund
Geotop: Größe Umfang Volumen Petrographie Herkunft Alter Lage:
G2 73 ca. 5,0x4,0x4,5m ca.20,0 m ca. 54,0m³ Syenogranit Hammer-Granit von Bornholm ca.1400 Mio.Jahre 54°35'11,65''N 13°36'50,15' E

Der Schwanenstein befindet sich im Nordosten  der Insel Rügen in unmittelbarer Nähe des Ortens Lohme, östlich des Seglerhafens und ist wohl einer der größten Findlinge der Insel Rügen. Besonders schön anzusehen ist es, wenn dieser in rauer See bronzefarben schimmernd in der Sonne glänzt.  Er wurde 1829 erstmals erwähnt und ist zu 90% sichtbar.

 

Schwanenstein bei Lohme / Halbinsel JasmundEine Sage beschreibt die Entstehung des Namens folgendermaßen: Auf Rügen werden die Babys vom Adebar oder vom Schwan gebracht. Es versteht sich von selbst, das es im Sommer der Adebar und im Winter der Schwan ist, der die Babys bringt. Bis zum Zeitpunkt der "Auslieferung" sind die Kinder im Stein versteckt. Soweit die Sage.

Mit diesen Geschiebeblöcken sind oft wahre und nicht immer erfreuliche Geschichten verbunden. Am 13. Februar 1956, die See war am zufrieren, waren einige Jungen aus dem dem Dorf Lohme auf dem Eis. Wie so oft an der Küste, wechselten auch an diesem Tag schnell die Wetterverhältnisse. Aufkommender Sturm ließ das Eis brechen, und drei Jungen konnten sich auf den Schwanenstein retten. Der Sturm wurde zum Orkan, eine fieberhafte Rettungsaktion begann. Fischer, Grenzsoldaten, ein Kutter des Fischkombinates Sassnitz und sogar ein Hubschauber aus Berlin sollten zum Einsatz kommen. Aber alle diese Rettungsversuche wurden durch die heranstürzende See und dem Sturm zunichte gemacht. Rettungstruppen von außerhalb, in Prora lief ein mit Panzern bestückter Pionierzug aus, blieben in den meterhohen Schneewehen stecken. Das Drama nahm ein trauriges Ende. Am Morgen des 14. Februar 1956, die See war spiegelblank, es war windstill und die Sonne schien, wurden die drei Jungen: Helmut Petersen, Uwe Wassilowsky, Manfred Prewitz vom Schwanenstein als Eisblock geborgen. Die Beerdigung fand auf dem Friedhof Nipmerow statt. Auf Initiative von Kindern des Kinderheimes Lohme wurde am 14. Februar 1995 das Grab mit einem Grabstein versehen.

 

 Findlinge auf Rügen

Findling: "Möwenstein"   Findling: "Gelbes Ufer - Halbinsel Zudar "Findling: "Insel Rügen - allgemeine Beschreibung "

 


 

 

 

 

 

Der Möwenstein befindet sich im Westteil der Insel Rügen und ist auch der einzige nennenswerte Findling in diesem Bereich. Die meisten Findlinge liegen im Nordosten und Südosten der Insel Rügen. Im Vogelschutzgebiet des Nationalparks "Vorpommersche Boddenlandschaft", liegt dieser ursprünglich von der Insel Bornholm stammende Granitbrocken  auf Rügens kleiner Schwesterinsel der Insel Ummanz.

Direkt am Deich bei Tankow, unweit der Aussichtsplattform für die Vogelbeobachtung, ist dieses aus mehreren Teile bestehend Geschiebe nicht leicht zu finden. Auf der Findlingsoberfläche sind einige Bohrlöcher angebracht, des weiteren liegen größere Bruchstücke direkt neben dem Stein, welcher auch einige Klüfte aufweist. Es ist anzunehmen, dass versucht wurde  Baumaterial durch Sprengung zu gewinnen. Warum es nun dazu letztendlich nicht kam ist unbekannt. Eine Frost-verwitterung, wie z.B. durch das Ausdehnen des gefrierenden Wasser während der Wintermonate in den Bohrlöchern wird zukünftig die Verwitterung schneller vorantreiben.

 

 

 
 

 

 
 

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